
3. Liga
„KRONE“-SERIE
„Ein Job, den man gerne machen muss“
Norbert Bauer ist bereits seit 2012 Obmann bei Regionalligist Wals-Grünau. Der 63-Jährige kennt den Klub in- und auswendig und erzählte der „Krone“, wie er einst zu seiner Position kam.
Alles begann schon im Jahr 1973. Norbert Bauer wächst in Wals fast direkt neben dem Sportplatz auf, sein Papa kickt bei den Alten Herren. „Da blieb mir nicht anderes übrig. Natürlich wollte ich auch Fußball spielen“, blickt der heute 63-Jährige zurück. Er durchlief den Nachwuchs und kickte später auch für die Kampfmannschaft der Grünauer. Damals in der 1. Klasse. „Da haben wir es geschafft fünfmal in Folge Zweiter zu werden. Einmal waren wir im Winter Erster, aber dann haben wir Spieler den Trainer abgesägt, weil er uns nicht getaugt hat. Am Ende wurden wir wieder Zweiter“, kann er mittlerweile darüber lachen.
Irgendwann ist es sich mit dem Fußball beruflich nicht mehr ausgegangen, Bauer arbeitete schon zu der Zeit bei Pappas. Heute ist er Geschäftsführer. „Ich war damals viel in Ungarn, habe mich dort bei einem Drittligisten fitgehalten. Keiner verstand mich, weil niemand Englisch konnte“, erinnert er sich. Nachdem der Körper auch nicht mehr so wollte, beendete er seine Spielerkarriere.
„Als wäre ich verrückt“
Doch lange sollte er dem Fußball nicht fernbleiben. „Als mein 1992 geborener Sohn angefangen hat, war ich oft beim Training zuschauen und habe dem Trainer geholfen.“ 2003 stieg Bauer, der immer noch direkt neben dem Platz wohnt, dann schon zum Kassier des immer größer werdenden Walser Vereins auf. „Damals war die Kassa nicht so gut befüllt. Ich habe dann einen Vierjahresplan aufgestellt und alle Einnahmen und Ausgaben aufgeschrieben. Meine Kollegen haben mich angeschaut, als ob ich verrückt wäre“, lacht Bauer, der einen radikalen Sparkurs durchzog.
2012 übernahm er die Rolle des Obmanns bei den Grünauern. „Es ist ein Job, den man gerne machen muss. Denn es ist teilweise schon anstrengend, weil du dich wirklich um alles kümmern musst. Daher ist es wichtig, dass man gute Leute, mit denen man aber auch einmal diskutieren kann, um sich hat. Sonst kann ein Verein nicht funktionieren“, sagt er.
Warum er sich all das neben seinem stressigen Brotjob antut? „Ich habe es ja auch mit Tennis und Golf probiert, aber da sind mir die Bälle zu klein“, grinst er. „Nein, ganz im Ernst. Fußball ist einfach mein Ding. Man verliert, gewinnt und feiert miteinander. Zudem ist Grünau für mich eine Herzensangelegenheit und die Obmann-Aufgabe hält einen jung.“
Ewig will er es aber trotzdem nicht mehr machen. Bauer: „In meiner Pension möchte ich andere Dinge erleben. 2029 werde ich bei Pappas aufhören, bis dahin möchte ich einen Nachfolger finden.“
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Bild: Andreas Tröster

























